Montag, 17. November 2014

Von Drachen und Völkerschlachten

Liebe BlogleserInnen und BücherfreundInnen,

leider komme ich zwischen all meinen alltäglichen Pflichten zwischen Studium, Arbeit und dem täglichen Wahnsinn selten dazu, meinem Lieblingshobby Lesen nachzugehen,  weshalb sich auch mein Blog nicht so schnell entwickelt, wie ich es gern hätte. 

Aber Schluss mit dem gemeinen Drachen Realität und endlich angefangen mit den Büchern.

Zur Zeit (und die Zeit ist wie oben angesprochen schon ein längerer Zeitraum) lese ich einen Historienroman: 1813 Kriegsfeuer von Sabine Ebert.

Hier entsteht im Moment ein neues Bild

Ich bin ja eigentlich nicht so der Historienromanfan à la Iny Lorentz (als Geschichtsstudentin stoßen mir da meist zu viele Albernheiten sauer auf), aber mit dem ganzen Völkerschlachtstrara im vergangenen Jahr kommt man als zugezogene Leipzigerin nicht ganz drumrum. Also dachte ich wohlan in den Kampf, schauen wir mal, was die Frau Ebert da so fabriziert hat, und ich muss sagen: Alle Achtung bis jetzt. Ich bin jetzt auf noch nicht so fortgeschrittene 253 von 889 Seiten vorgedrungen, befinde mich in Reichenbach, kurz vor der Neiße am 22. Mai 1813 und bin mittendrin im Kriegsgeschehen.
Die Autorin hat es bis jetzt geschafft, eine wohldosierte Mischung aus sehr gut recherchiertem Realgeschehen mit realexistieren Personen und gut gezeichneten erfundenen Menschen zu kreieren. Die Spannung wird keineswegs davon ge- oder zerstört von dem Wissen, wie die größte bis dahin stattgefundene Schlacht endet, da die agierenden Charaktere, ob erfunden oder nicht, von Ebert so farbenfroh geschildert werden, dass man mit jeder Seite mehr wissen will, von deren Entscheidungen, die nicht nur ihr eigenes Leben beeinflussen, sondern quasi den ganzen Weltenlauf.
Dabei sei nun dahingestellt, ob es die Liebesgeschichte (die natürlich nicht fehlen darf), der Hauptfigur Henriette für die Dramtik der Handlung tatsächlich gebraucht hätte, ich sehe in ihr jedoch ein Mosaikteil, den man nicht unbeachtet lassen darf, will man das große Ganze betrachtet, das Sabine Ebert versucht zu zeichnen.
Prädikat(bis jetzt): Nichts ist spannender als die Realität.

Ich werde nun fleißig weiter lesen, und meine aktualisierte Meinung demnächst präsentieren. 


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