Montag, 19. Januar 2015

Der Detektiv in der Bibliothek

Liebe BlogleserInnen und BücherfreundInnen,

stimmt, letzte Woche habe ich nichts gepostet, und soll ich euch sagen, warum? Es gab nichts zu posten! Ich hatte keine Lust zu Lesen!!! Nichts in meinem Regal hat mich gereizt, nicht mal das bereits angefangene Buch mit der Romanze um die Völkerschlacht, über das ich im November schon geschrieben hatte.
Und damit ich endlich wieder was Neues zum Lesen(und Schreiben) habe, habe ich mir heute eine Bibkliothek in meiner Nähe rausgesucht.
Ich finde Büchereien super: Man kann reinlesen, rumschmöckern, und wenn einem das Buch am Ende doch nicht gefällt, hat man keinen Staubfänger für 25 Euro im Regal.
Manchmal finde ich in den Regalen sogar echte Schätze! In der Lesebücherei der Uni Regensburg habe ich damals eine Reihe für mich entdeckt, die mich bis zum letzten Band nicht mehr losgelassen hat:
Fandorin ermittelt von Boris Akunin.

Cover des ersten Bandes

Eine nicht ganz so klassische Detektivgeschichte über den Agenten Erast Petrovich Fandorin, der sich mit allerlei Einfall und Witz durch die Verbrecherwelt und Weltgeschichte rätselt und es dabei an die Spitze der russischen Bestsellerlisten geschafft hat. Der Sherlock Holmes Russlands, der immer wieder auf bekannte Gestalten der Kriminalgeschichte trifft.

Prädikat: Für alle Fans des pfeiferauchenden, jagdhuttragenden Detektivs ein Muss!

Dienstag, 6. Januar 2015

TKKG, die Profis im braunen Milieu

Liebe BlogleserInnen und BücherfreundInnen,

nein, ich bin nicht tot und nein, ich habe den Blog nicht eingestellt und nein, ich habe nicht vergessen, dass ich meinen Post für gestern angekündigt habe. Ich habe es gestern schlichtweg nicht geschafft, dafür bin ich heute gaaanz früh aufgestanden, um euch noch vor der Arbeit zu schreiben.
Erst mal noch ein frohes Neujahr euch allen, ich hoffe, ihr hattet Silvester genau soviel Spaß wie ich.

Ich habe in diesem Jahreswechsel mal wieder ein bisschen was aus meiner Kindheit rausgekramt, nämlich Bücher, die sich noch im Regal meiner Mutter versteckt haben. Und beim Lesen ist mir etwas aufgefallen: Ich bin erwachsen geworden und habe Gott sei Dank die Fähigkeit des kritischen Hinterfragens erlernt. 
Ich früher leidenschaftlich gern TKKG gelesen und gehört, und wie ich das die letzten Tage wieder in geballter Ladung getan habe, ist mir aufgegangen, wie unpassend TKKG eigentlich für Kinder, die die Kunst des Reflektierens noch nicht beherrschen, ist. TKKG ist, wenn man es so sagen will, ein Medium der Erzkonservativenkreise. 

Logo der TKKg-Bande

Tarzan/Tim, Karl, Klößchen und Gabi stellen einerseits das überperfekte Kind, dar: gerechtigkeits- und tierliebend, gut in der Schule und laufen niemals Gefahr, moralisch zu straucheln. Drogen und Alkohol nein Danke! Das hat mich als etwas älteres Kind schon irgendwann gelangweilt.
Dafür ist TKKG voll von Vorurteilen gegenüber Ausländern (und die Bezeichnungen hierfür könnten aus der braunen Ecke stammen), Punkern, Rockern,..., sprich, alles, was nicht aus der deutschesten Mitte entstammt. Außerdem ist Tim/Tarzan extrem gewaltbereit und hat einen Hang zur Selbstjustiz mit den Fäusten. Aber das ist ja nicht so schlimm, er verhaut ja nur die die, die sich am Ende als die Bösen herausstellen. 
Dass die anderen drei eigentlich nur Sidekicks sind (Klößchen ist nur da, damit man über Dicke herziehen kann), macht nichts, denn Tim ist toll für drei und löst auch jeden Fall alleine. 

Prädikat: Bei ??? geht mir zwar auch manches mal auf den Keks, aber ob ich meine Kinder TKKG lesen lassen würde, na ich weiß nicht.


Wie siehts bei euch aus, von welchen Kindheitshelden habt ihr euch getrennt?